Veteranen aus drei Ländern nutzen „Superbasis“ in Freiburg
Freiburg - Geradezu euphorische Zustimmung erhielt das diesjährige „Südbadische Veteranen-Fechtcamp“ an den Kartagen, das die Fechtabteilung der FT Freiburg in Zusammenarbeit mit
Veteranensprecher Rainer Volk (Rastatt) ausrichtete. Unterstützt von fünf Fechtmeistern, die fleißig lektionierten, kamen etwa 40 Teilnehmer*Innen aus Frankreich, Schweiz und Deutschland voll auf
ihre Kosten.
Ein südbadischer Teilnehmer meldete sich beispielsweise nach dem Ende mit einer WhatsApp-Nachricht: „War zum ersten Mal dabei. Tolle Sache! Nette Leute! Ich glaube, da nimmt jede(r) etwas mit, ob „alte(r) Hase/Häsin“ oder Greenhorn.“ Eine Teilnehmerin aus Württemberg schrieb: „Es waren 3 lehrreich, anstrengende, aber wunderschöne Tage.“ Auch die Teilnehmer*innen aus dem nahegelegenen Elsass und den Schweizer Rhein-Kantonen sparten nicht mit Lob.
Die Organisatoren gaben die Komplimente zurück und hoben vor allem die gute Atmosphäre in der Burda-Halle der FT Freiburg hervor. „Stefan Heyl hat der Fechtabteilung hier wirklich eine
Super-Basis geschaffen, die wir gerne nutzen. Gegenüber den Voraussetzungen in Rastatt, wo die ersten Oster-Fechtcamps stattfanden, ist das definitiv ein Upgrade“, sagte Veteranensprecher Volk
zur Infrastruktur vor Ort: „Mit Stefan und Silke (Tebel-Haas) gemeinsam die Vorbereitungen zu treffen, ist ebenfalls ein Fortschritt und ermöglicht es uns, mehr als 30 Teilnehmer*Innen pro Tag
sehr gut ‚versorgen‘ zu können.“

Unabdingbar für den sportlichen Erfolg war das große Engagement der Fechtmeister. Als Leiter konnte in diesem Jahr Maestro Federico Allegrucci aus Italien gewonnen werden. Der 31jährige trainiert in Perugia (Umbrien) einen Club mit ca. 80 Mitgliedern, teilweise auf sehr hohem Niveau. „Er hat eine Engelsgeduld und achtet sehr auf die wichtigen Kleinigkeiten“, meinte einer derjenigen, die in Freiburg eine Lektion von Allegrucci erhielten. Hohes Lob erhielten auch Andy Langenbacher (Waldkirch), Olaf Autzen (Reutlingen), Julian Glaffig (Basel) sowie SBF-Verbandstrainer Levan Ptskialadze für ihr Engagement. Insgesamt konnten so an drei Tagen über 90 Einzellektionen gegeben werden – ein bemerkenswertes Pensum.

Wenn die Coaches eine Pause hatten, gaben sie als Beobachter der Übungsgefechte allen zudem Tipps, wie man erfolgreicher agieren kann. Hilfreich waren darüber hinaus die Übungssituationen, die
Federico Allegrucci ausprobieren ließ und die ausführlichen Aufwärm- und Stretching-Übungen am Morgen und nach der Mittagspause.
Co-Organisatorin Silke Tebel-Haas äußerte am Ende die Hoffnung, dass es auch 2027 wieder ein Veteranen-Fechtcamp geben kann. Sie betonte, dass die Veranstaltung nicht zuletzt dank der
finanziellen Unterstützung der tri-nationalen Oberrhein-Konferenz stattfinden kann. „Wir haben auch dieses Jahr wieder dazu gelebt beim Organisieren“, meinte Rainer Volk und deutete damit an,
dass an der Optimierung weiter ‚geschraubt‘ wird – ungeachtet der Euphorie und der Lobeshymnen.
