Ein außergewöhnliches Turnier fand am 04.07.26 in Konstanz statt. Ein „Jahrhundertereignis“ – passend zum 100-jährigen Bestehen der Internationalen Bodenseefechterschaft (IBF): Gegründet wurde sie 1926 und ist eine Vereinigung von 25 Fechtvereinen aus Deutschland, Österreich und Schweiz rund um den Bodensee. Sie zählt zu den ältesten grenzüberschreitenden Fechtverbänden im deutschsprachigen Raum. Grund zum Feiern mit einem besonderen Turnier!
Beinahe musste die Deutsche Meisterschaft im Klassischen Fünfkampf aufgrund der hohen Temperaturen abgesagt werden. Doch der Deutsche Fechterbund (DFB) hielt am Wettkampf fest, verlegte den
Startzeitpunkt im Schützenhaus auf 6 Uhr morgens und zog die leichtathletischen Disziplinen im Stadion auf die frühen Morgenstunden vor. Das organisatorisch umzusetzen war die Aufgabe des
Ausrichters und damit der Singener Fechtabteilung, die den Wettkampf in enger Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Schützenverein, der Leichtathletik-, der Schwimm- und der Turnabteilung, die beim
Aufbau der Fechtbahnen half, neu strukturierte.
Zudem sorgten ausreichend Getränke, Sonnenschirme im Stadion und kostenloses Eis, das die Fechtabteilung spendierte, für eine rundum gelungene Veranstaltung, bei der die Teilnehmer zwar
ordentlich schwitzten, aber niemand zu Schaden kam.
Am Samstag, 4. Juli 2026, wird die Bodenseefähre „Kreuzlingen“ zur schwimmenden Fechtarena. Anlass ist das 100-jährige Bestehen der Internationalen BodenseeFechterschaft
(IBF). Auf dem Schiff treten Fechterinnen und Fechter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gegeneinander an – ein Turnier in dieser Form hat es noch nicht gegeben.
Gefochten wird mit Florett und Degen in vier Kategorien, jeweils Jugend und Aktive.
Der Südbadische Fechterbund trauert um Marko Strittmatter, der am 4. Juni 2026 verstorben ist. Mit ihm verlieren wir einen Fechtmeister und Funktionsträger, dessen Wirken das südbadische Fechten über mehr als sechs Jahrzehnte begleitet hat.
Über Jahrzehnte hat Marko im Verband Verantwortung übernommen – als Obmann bei Deutschen Meisterschaften und internationalen Turnieren, in verschiedenen weiteren Funktionen, und am längsten im Ehrenrat, dessen Vorsitz er ab 2005 bis zu seinem Tod innehatte. In dieser Eigenschaft hat er zahlreiche Ehrungen vorgeschlagen und bei den Fechtertagen selbst überreicht. Sein Credo war klar: Leistungsbereitschaft, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, sportliche Fairness – und er hat es gelebt, auch wenn es unbequem war. Der Verband hat ihn mit der Verdienstnadel in Gold ausgezeichnet; 2025 erhielt er beim 75-jährigen Festakt des Südbadischen Fechtertages vom DFB-Präsidenten eine bronzene Erinnerungsmedaille.

Nayla Martin errang in Bielefeld Platz 5 und Eleni Fahrländer Platz 10
Zwei U13-Degenfechterinnen unter den Top 10 bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld – ein Klasseergebnis für die Fechtabteilung des SV Waldkirch (SVW). Nayla Martin holte sich den 5. Platz
und verpasste nur knapp eine Medaille. Eleni Fahrländer vervollständigte das Waldkircher Abschneiden mit dem 10. Platz.
Am südbadischen Fechtstützpunkt Waldkirch fand ein Talentförderlehrgang teil, an dem Fechter aus Offenburg, Raststatt, Lahr, Freiburg und aus Waldkirch teilnahmen. Verbandstrainer Levan Ptskialadze hatte zusammen mit Andy Langenbacher (Waldkirch) und Emil Dan (Rastatt) für die vorwiegend jungen Degenfechter und Talente ein anspruchsvolles Tagesprogramm zusammengestellt.
Nach Bronze und Silber jetzt Gold - Ganzer Medaillensatz in den letzten drei Jahren für die SV Waldkirch-Veteranenfechterin
Nach Bronze und Silber holte sich die Degenfechterin Julia Ehlermann vom SV Waldkirch Gold. In Mainz wurde Ehlermann bei den Deutschen Meisterschaften der Veteranen in der Altersklasse V50
erstmals deutsche Meisterin, nachdem sie im Finale Pia Paul (MTV Ludwigsburg) mit 10:7 Treffern besiegen konnte.
Veteranen aus drei Ländern nutzen „Superbasis“ in Freiburg
Freiburg - Geradezu euphorische Zustimmung erhielt das diesjährige „Südbadische Veteranen-Fechtcamp“ an den Kartagen, das die Fechtabteilung der FT Freiburg in Zusammenarbeit mit
Veteranensprecher Rainer Volk (Rastatt) ausrichtete. Unterstützt von fünf Fechtmeistern, die fleißig lektionierten, kamen etwa 40 Teilnehmer*Innen aus Frankreich, Schweiz und Deutschland voll auf
ihre Kosten.
Olympiafechter 1972, Nationalmannschaftsfechter, Gewinner Heidenheimer Pokal
Olympische Spiele 1972 in München. Auf Bahn 1 der Halle des Messegeländes kämpfen die weltbesten Fechter. Unter ihnen der Waldkircher Degenfechter Rudi Maier. Am 4. September steht der
SVW-Sportler in seinem ersten Olympiagefecht dem Franzosen Jacques La Degaillerie gegenüber. Nur noch wenige Sekunden trennen Rudi Maier bei einer 4:1 Führung vom olympischen Auftaktsieg gegen
den späteren Silbermedaillengewinner. Doch dann geschieht das tragische Unglück. In der letzten Minute seines Gefechtes verliert Maier das Bewusstsein, bricht zusammen und ist damit
ausgeschieden.
Auftakt nach der Winterpause beim Rastatter TV findet viel Resonanz
„Gottseidank findet Fechten in der Halle statt“ – dieser Satz war beim Januar-Förderlehrgang des SBF in Rastatt mehrfach zu hören. Denn die Temperaturen lagen an diesem Samstag nur knapp über dem Gefrierpunkt; zeitweise war durch die Fenster der RTV-Halle Schneefall zu beobachten – idyllisch! Aber hinderten die winterlichen Umstände gut 25 Nachwuchs-Talente des SBF weder an der Fahrt in die Barockstadt an der Murg noch am eifrigen Mitmachen.
Am Samstag vor dem zweiten Advent erlebte die Fechtabteilung Singen ihre Premiere als Ausrichter eines Förderlehrgangs. Gut 20 Degenfechterinnen und -fechter des SBF waren in die Turnhalle des Hegau-Gymnasiums zu einem Talenttraining gekommen. Das Experiment, das die Singener Organisatorinnen Tanja Andersen und Daniela Schreuer wagten, erwies sich als voller Erfolg, denn alle fuhren glücklich – und müde – nachhause.
Daniela Schreuer, Tanja Andersen (beide V40+) und Christine Marchesi (V50+) starteten am vergangenen Samstag beim Touche d’Argent in Basel, einem international offenen Schweizer Circuit National
Vétéran Turnier, das mit mehreren WM-Teilnehmern ein hohes fechterisches Niveau zu bieten hatte.
Zwei Tage Turnier, volle Halle, auch die Tribüne gefüllt – was will eine Fechtabteilung in schweren Zeiten mehr? Mit diesem zufriedenen Fazit blicken die Fechter des Rastatter TV auf ihre jüngste Veranstaltung zurück. Denn das traditionelle „Spätleseturnier“ für die Veteranen-Altersklassen und das Kinder-, Jugend- und Seniorenturnier Mitte November lockten 170 Teilnehmer in die Barockstadt am Zusammenfluss von Murg und Rhein. Das Beste für die Veranstalter: Einige ihrer Athletinnen und Athleten konnten sich über unerwartete Erfolge freuen.
Dozent aus Italien bringt Trainer und Betreuer auf neue Ideen
Fortbildung ist im Sport so wichtig wie gutes Training. Mit diesem Gedanken lud der Südbadische Fechterbund am ersten November-Wochenende zu einem Trainer-Lehrgang mit einem italienischen
Dozenten, um seinen Betreuern in den Vereinen vertiefende Einblicke und neue Ideen für Aufwärm-Übungen, Beinarbeit und Konditions-Training zu geben. Obwohl einige Verantwortliche noch in den
Herbstferien waren, trafen die beiden Tage in Waldkirch und Rastatt erfreulicherweise auf sehr positive Resonanz.
Als Dozenten hatte der SBF Matteo Micheli gewonnen, der hauptberuflich beim „Club Scherma Roma“, einem der großen Fecht-Klubs der italienischen Hauptstadt, arbeitet und fünf Mal pro Woche das
Training mit Kindern und Veteranen anleitet. Der 38jährige studierte Sportwissenschaftler und aktive Säbelfechter verfügt zudem über internationale Lizenzen als Obmann in allen drei Fechtwaffen.
Reibungslose Turnierorganisation – Mila Masinde aus Waldkirch wird Erste und Zweite – Gastgeber mit elf Medaillen – Heidenheim mit den meisten Siegen
